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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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361
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Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §.65. z6l

der erstere besonders dem befruchtenden Staub der Blü-then eine elektrische Natur zuschreibt.

Nichts desto weniger muß man gestehn, daß eseinen großen Unterschied giebt zwischen der unmerkli-chen Elektrizität, die bey den chemischen Processenwirksam ist, und den Erscheinungen der künstlichen,wodurch man mechanisch reizbare oder solche Pflanzen,die sich durch scheinbar frcywillige Bewegungen aus-zeichnen, zu Erschütterungen zu bringen gesucht hat.Comus wollte bey der iVIImosn puckicn durch dasClekrrisiren ein Schließen der Blätter, selbst Erschüt-terungen und endliche Erschöpfung der Blätter hervorgebracht haben. Ja er behauptete sogar, die Blätterdieser Pflanze schlössen sich nicht, wenn sie mit Tur-malin, Siegellack und andern Isolatoren berührt wür-de eine Behauptung, die uns an die alltäglichenGärtner-Mährchcn erinnert, daß diese Pflanze derBerührung gewisser Menschen widerstehe. Aber In-gen ho uß^), xalidrianjv), Percival"), De-lam therie ") und Cavall 0 ") zeigten, was diealltägliche Beobachtung lehrt, daß das Siegellack ebenso gut das Schließen der Blätter bewirke als Metalle,und daß es hier bloß auf mechanische Reizung ankomme.

6) A. <r. O. S. lyz.

7) Vo r l er jaurn. ds pli^,. rom. III. p. ZgH.

8 ) Versuche mit Pflanzen, B. m. S. 80.154.

gr louro. de sdiv». r«m. XXVII. 46z.

10) ^lem. l>f die »oc. ol >IsncI>e»rer, II. 124.

>1) Sammlung zur Physik und Naturg. B. m. S. 676.

B. IV. S. 46.

l:) Abh. der Lehre von der Elektrizität, B. II. S. 318. f.