Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 66. zLz
suchen drey Sommer hindurch mehrere Mimosen auf,entblößte bald die Oberhaut, um die Metalle wirk-samer anzulegen, bald dachte er die geschlossenen Blät-ter durch anhaltendes Galvanischen früher, als durchbloßes Licht, zu eröffnen, bald verband er frischesWuskelfleisch, oder ganze Froschschenkel mit den Dlätt-chen oder Zweigen, um die Galvanische Flüssigkeitdurchzuleiten; aber nie erfolgte eine andere, als me-chanische, Wirkung.
Ungeachtet des Mißlingens dieser Versuche, istdoch Humboldt weit entfernt, die Reizbarkeit denPflanzen deßwegen abzuläugnen, weil keine sichtbareBewegungen auf den Galvanischen Reiz erfolgen. Auchmeint er, das Mißlingen könne darauf beruhn, daßdie Blätter eine specifische Empfänglichkeit für das Lichthatten. Aber sie haben doch auch für andere ReizeEmpfänglichkeit!
Sehr merkwürdig, und, wenn sie bestätigt wa-ren, entscheidend sind in dieser Hinsicht Giulio'sVersuche, ") die er mit der Volta'schen Säule von 50Platten-Paaren an der klimosa sensitiver,äiea und asperata anstellte. Er belegte die Zweige
(über thier. Elektr. S. 90.) und Rasn (DanmarkSFlora, B. I- S- i8i.) dieselben Versuche, aber auchohne den minLeftcn Erfolg. Indessen wandte der letz-tere den einfachen Galvanismus bloß aus die Staubfä-den der p--i«l»ns an, deren Bewegungen vielmehr me-chanisch zu erklären sind.
ai) Libtlold. ilslievne, »ol. I. p. -8 — Z7. — lourn.
xds, r°m. 1 .VU. z>. 460. — Gehleu - s Iourn. B.>1. S, 4S1.