z66 Siebentes Kapitel.
der ersten Pflanze den Tag vor dem Versuche mit dün-nen Planchen von Zinn und Bley, von deren einem ereinen schmalen Streifen zu den Wülsten der Blattstieleoder zu den Gelenken Hinleitete. Am folgenden Tagesetzte er die beiden Armaturen mit einander in Gemein-schaft, ohne die geringste Veränderung zu bemerken.Als er aber die eine Armatur vermittelst eines feinenGolddrahts mit dem Zink-und die andere mit dem Kup-ferpol der Volta'schen Säule in Verbindung gebrachthatte: so schloffen sich die Seitenblätter oft in demsel-ben Augenblick, wo die Kette geschlossen wurde. Diearmirten kleinsten Blättchcn schlössen sich dritthalb Mi-nuten nach der Vereinigung. Auf ähnliche Weise wirk-te die Volta'sche Säule auf die armirten Blätter derlVlimosa xuäica, tyclche sich eine Minute nach derVereinigung schlössen. Bey der lVIiinosLerfolgte diese Wirkung erst vier Minuten nachher, undhier so wenig als bey den andern Arten blieb die Wir-kung auf die Gelenke eingeschränkt, zu denen derStreifen der Belegung hingeleitet war, sondern nach ei-niger Zeit falteten sich auch andere Blättchcn desselbenZweiges. Bey der ^68cki)riorn6N6 smerieang.und dem blieb aber dieser Ver-
such ohne allen Erfolg.
Auch Vassalli-Eandi beobachtete den Ein-fluß der Volta'schen Säule auf das Keimen der Pflanzen.Mäßig stark angewandt, soll der Galvanismus das Kei-men befördern; aber übermäßige Explosionen sowohldes Zink-als des Kupferpols tödten die Saamen :schneller tödtet der positive als der negative Pol: die-