Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 67. Z7Z
stoffgas erzeugten; alle entblätterte, nock> nicht auS»geschlagene Zweige faulten sehr bald in dieser Luftart.Im Stickgas verhielten sich die Pflanzen verschieden:einige saftige vegetirten zwar eine Zeit lang , aber nurmatt, und starben doch endlich ab. Aber Sumpfpflan-zen, die in ihrem natürlichen Standort wenig Sauer-stoff verzehren, leben in Stickgas ganz ungehindert,und hauchen kohlensaures Gas -aus. Sobald ihnendieses durch Kalk geraubt wird, sterben sie ab; nichtso, wenn man ihnen den Sauerstoff, nachdem er schongebildet worden, durch Schwefelwasserstoff entzieht.Saussure widerlegt auch Prieftley's undJngenhouß -0 Behauptung, daß die Pflanzen dasStickgas zum Theil verschlucken, worin sie leben. Sienehmen nur Stickstoff, als Bestandtheil der atmo--sphärischen Luft in sich auf. Diejenigen Pflanzen aber,die weniger Sauerstoff bedürfen, wie die Sumpf-pflanzen, können auch diese nicht athemfähige Gas-arren besiegen, wie Thiere niederer Ordnung in Höh-len und Orten leben, wo die Atmosphäre wenigerSauerstoff enthält. Ja Schwämme und Dysscn giebtes, die ausschließlich in Stollen, Schächten und Ge-zeugstrecken fortkommen, wo Mangel der gewöhnlichenReize, des Lichts und des Sauerstoffs, jede andereVegetation unterdrückt. ^ Senebier entdeckte zu-
z6) Vers- mit Luftarten, B. m. S. 275.
§7) Vers. mit Pflanzen, B. II. S. 112.
Z8) 8 c 0 p 0 l i j>Isnlss »ublerrsoe»» in Ois». »cl
o»tur. I. p 84—120. — HumboI <1 r klar» triber-
x«ll«i». Leiol. ,79z. 4. — Dessen Aphorismen, S.