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Von der Wurzel. H. 71.
wüchse, die sich hauptsächlich durch Einsaugung derLuftftoffe nähren , haben oft nur zarte Wurzeln. Steck-linge, welche Blätter, Zweige und sogar Blüthen treiben,haben um deßwillen nicht immer Wurzeln. Ja, beyRhabarberstauden, beym Süßholz und bey der ^.tro-jin IVIsntlrsßoru ist wirklich kein Verhältniß zwischenden oft ungeheuer dicken und langen Wurzeln und demschwachen, an Aestcn armen Stamm. Die Wurzelalso, obgleich sie in gewisser Rücksicht mit dem Stammund den Zweigen übcrein stimmt, lebt doch ihr eigenesLeben, ernährt sich und wächst oft unabhängig vomStamme.
§. ?r.
Wachsthum der Wurzeln.
Die Thatsache, daß die Pfahlwurzel von obennach unten in die Länge wächst, und daß sie auch inder Dicke zunimmt, setzt ohne Bedenken eine Saftbe-wegung voraus, die abwärts geht. ES frägt sich nur,ob diese absteigende Bewegung allein auf die Wurzeleingeschränkt ist, oder ob auch der Stamm daranTheil nimmt? Da die vollständige Beantwortung die-ser Frage erst in der Folge vorkommen kann: so wol-len wir hier nur untersuchen, was man näheres überdiese Verlängerung der Wurzel beobachtet, und ob eSBeweise dafür gebe, daß die Wurzel ihre Säfte we-nigstens zum Theil aus dem Stamm und den Blätternerhalte.
Die stärkste Verlängerung der Wurzel erfolgtallemahl an ihren Enden; denn der Körper wächst im-