zZ6 Achtes Kapitel.
in den Gefäßen anzunehmen. Auch Cotta bemerkt,daß diese Versuche selten gelingen, wenn man nichtden Zweig vorher zum Ableger gemacht hat. MitKiefern, Buchen und Birken gelingt er gar nicht.
Interessant ist die Art, wie Meyer dieselbenVersuche anstellte, und wodurch er bewies, daß ge-färbte Flüssigkeiten von den umgekehrten Zweigen zwarbis in den Stamm getrieben werden, aber farbelosnur in die Wurzel-Enden und Saugwürzelchcn ge-langen.
Indessen, wenn auch dieser Versuch nicht dasbeweiset, weßwegen er angeführt wird: so ist dochvicht zu läugnen, daß ein gewisses Verhältniß zwischenZweigen und Wurzeln der Pflanzen gewöhnlich ist.Je astreichcr ein Baum ist, desto reichlichere und riefe«re Wurzeln pflegt er zu schlagen. Sträucher undStaudengewächse haben in der Regel keine so starkeWurzeln als Bäume. ^ Auf der Seite des Baums,wo starke und dicke Holzschichten sind, ist auch gewöhn-lich die Wurzel stark und lang. Allein Ausnahmenvon dieser Regel sind nicht selten. Sehr saftige Ge-
62) Naturbcvb. über Bewegung des Safts, E.6z.
6z) Natuttzetr. Darstellung, S. 8Z. 84 -
t»4) HgU. ßeorg. 2, 289.
„Xllior so peoin» kerrso cleüZilur irdoi;
^esculu» in primi», c^uss ^usokum verlies sä surs»scllierss», lsnkum rsäice in Isrisrs lsaäir."
6§) äuHsnsst t. c. vol. II. p. 101.
66 ) Das. vol. I. s>. 47, vol. II. x. 294- Derzl- billrbetve'tzs't. rzr.