Vsn der Wurzel. §. 71.
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5. Endlich hat man die Bemerkung gemacht, daßNicht allein überhaupt der Reichthum an Zweigen undLaub auf häufigere Wurzeln wirkt (Z. 70.); sonderndaß auch diese auf der Seite am stärksten zu seyn pfle-gen, wo der Baum die meisten Zweige und das meisteLaub hat.
Aus diesem allen glauben wir also mit Recht denSchluß ziehen zu können, daß das Wachsthum derWurzeln durch die absteigende Bewegung des Bil-dungssaftes vom Stamme aus begünstigt wird. Dochist gar nicht läugnen, daß, wie in jedem besondernTheil der Pflanze, also auch in der Wurzel ein eige-nes Leben Statt findet. Denn die Wurzel wächst dochfort, wenn gleich der Stamm dicht an der Erde ab-gehauen wird.
Die Zerästelung der Wurzel erfolgt übrigensnach denselben Gesetzen als die Verzweiguug desStamms über der Erde. Davon umständlicher in derFolge. Hier nur so viel. In der Wurzel finden wirdieselben strahlenförmigen Bastbündel, als im Stam-me; diese unterhalten eine innige Verbindung derSchraubengänge, Saftröhren und des Parenchyms.In bestimmten Zwischcnräumen nun drängt sich dasletzterere zusammen und vervielfältigen sich die An-fänge der Schraubengänge dergestalt, daß dies derUrsprung der Seiten-Verlängerung wird. AngebrachteReize vermehren diesen Scitcntrieb: daher das Be-schneiden der Wurzeln, die Düngung und reizende
78) Alusr sl rr-tile <le Is ve'ze'c. rol. II. p.