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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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403
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Von der Wurzel. H. 74. 40z

schloffen sind. ") Die Urftoffe der Erdfeuchtigkeit drin-gen also durch die Häute dieser Werkzeuge, angezogenvon der organischen verähnlichendcn äraft7 eben so,wie die Luststoffe durch die Wände der kungenzellendringen, und wie ini ganzen Pflanzen - Gewebe derFortgang der Säfte erfolgt. Die Anziehung ist alsoeigentlich schon mitVerähnlichung verbunden, und ausdiesem Grunde könnte man mit Empedokles (S. 6.)und vielen Alten, die ihm gefolgt sind, immer sagen, daßdie Wurzeln der Pflanzen ihr Magen seyen. Lebenmuß offenbar eine Wurzel, wenn sie durch innereThätigkeit diese Anziehung und Verahnlichung bewir-ken soll; denn, man kann sich wohl denken, daß eineWurzel noch eben so gangbare Röhren bald nachihrem Absterben hat, als vorher; aber sie zieht dochkeine Nahrungsäfte an und verähnlicht sie nicht. ESist also vergebens, wenn man zu viel Gewicht auf phy-sische Ursachen, auf Verdünnung durch Wärme, legt,um das Anziehen der Erdfeuchligkeit zu erklären.Wärme, Luftstoffe, selbst das Licht, alle diese Dinge

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n) R. Bradley vergleicht die Wurzel-Enden mit ei-nem in Oehl getränkten Dochte, welcher nurOehl an-zieht. (pkiio,. ,r-ii,rcl n. 249. p. 486.)... Es ist einefalsche Beobachtung, nach welcher Mirbel (Vnn. u»wus. vol. VII. p. 271.) will gesehn haben, daß Pflan-zen mit unverletzten Wurzeln diese unverändert an-zogen. Sehr richtig sagt dagegen Meyer (Natur-getr. Darstell. S. 17. ) gefärbte Flüssigkeiten werdenfarbelos, wen» sie auf diese Art angezogen werden.