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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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406
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Achtes Kapitel.

Spörks dem Buchwaizen so schädlich seyn, daß siegleia-sam wie Gift wirken. '?)

Wären diese Folgerungen richtig: so gewönneman neue Aussichten für die Theorie des Ackerbaues;der Fruchtwechsel erhielte eine neue Stütze, weil mandie Zubereitung des Bodens für gewisse Getraide-Ar-ten aus der Ausleerung der Pflanzensäfte und derSchwängerung des Bodens mir diesen Säften erklärenkann. Wenn, nach den Grundsätzen der englischenZandwirthschaft, auf sandigen Boden erst Buchwaizen,dann Rocken, hierauf in gedüngtes Land behackteFrüchte, ferner Hafer, dann Spörk, hierauf Rockenund endlich drey Jahr hindurch besaamte Weidekommt; wenn dagegen in gutem Boden erst Dreeschha-fer, darauf in gedüngtes Land Kartoffeln, fernerGerste, dann Klee , hierauf Waizen oder Rocken, dannwieder in gedüngtes Land Erbsen oder Wicken, daraufWinterkorn und endlich besaamte Weide kommt: sohat die Erfahrung gelehrt, daß dies der beste Turnusist. Dem verstorbenen trefflichen Schlcttwein,dem ich- auf seinen Gütern diese Ausleerung aus denWurzeln der Pflanzen nachwies, war es höchst wahr-scheinlich, daß durch diese Ausleerungen der Boden fähi-ger werde, die Erdfeuchtigkeiten den in Turnus fol-

i?) So nimmt es auch Mirbel an. veger. I.

I>- -47 ) Die herrliche Kl-urius ilsxuo-a erhält in Süd-amerika durch ihren Schatten die Nässe des Bodens.Die Einwohner glauben, sie häufe durch geheimniß-vvke Anziehung das Wasser um die Wurzel» her zu-sammen. (Humboldts Ansichten der Natur, izo.)