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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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438
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Neuntes Kapitel.

des Stammes vorgehe. Dies kann man sehr leichtauch aus den bekannten Erfahrungen schließen, woein Wemftock, der außer dem Trcibhause steht undseine Wurzeln in die gcfrorne Erde schlägt, im Wintermit einigen Reben durch die Fenster des Treibhausesgeleitet, drinnen ausschlägt, blüht und Traubenträgt. *>) Dazu gehören auch die alltäglichen Erfah-rungen von dem eigenen Leben und der eigenen Mi-schung einer jeden Knospe und jedes Stecklings, andem Knospen befindlich sind, wodurch wenigstens dieNothwendigkeit eines allgemeinen Zusammenhangsaller Theile und besonders die Idee von einem Kreis-läufe widerlegt wird.^ )

Um die absteigende Bewegung der Säfte darzu-thun, hat sich du Hamel die meiste Mühe gegeben.Schon der Umstand, daß beym Thränen des Wein-stocks und beom Bluten anderer Bäume eben so vielSatt aus der obern Lefze einer dem Baum bengebrach-ten Wunde stießt, als aus der untern, so wie dieWülste, welche die stark gebundene Rinde über demBande bekommt, schienen ihn zu dem Schluß zu be-rechtigen, daß selbst der aufsteigende Saft, wie er amTage, durch die Wärme und das Licht angelockt, auf-

2Z) (Meyer) in den Schriften der Naturf. Kescllsch.Wcstph. I. 66.

24) Vergl. Llo« in perrrult oeuvr«; I. »OA. — - ä 0I»()uinrin^e Illikrucliov pour le» jsräinr I»ii>r. er

xo'sx. p. zzo. t, — Hales a. a. O. 8Z. 214. 215. —AIu, keI II. -4-. 144. — looß e io xbilo».vol. IV, x. 96z.