Von dem Stamm. h. 8c>. 441
Naturforscher Recd, Bradley'") und Ha-ies^) machten schon die Bemerkung, daß das edleReis dem Wildling, auf den es gesetzt worden, seineEigenschaften mittheile; und besonders berühmt istLaurence's Behauptung, daß ein Reis von Jas-min mit gefleckten Blättern, auf gewöhnlichen Jas-min gesetzt, auch diesem eine gelbe Farbe mittheile.Umgekehrt ist die Erfahrung, die Olivier auf dasZeugniß eines Andern berichtet. Em Türke nämlichimpfte Mastixrciser auf Terebinthen. Jene gaben Ma-stix, der mit seinem eigenthümlichen Geruch die Flüssig-keit des cyprischen Terpcnthins verband. ?') Ebendahin gehört du Hamel's bekannter und oft wieder-holter Versuch, ablactirte Bäume pnr
jiroelrs) unten abzuschneiden, worauf sich der einedurch den andern ernährt. Muftel's vergeb-liches Experiment, wo gefärbte Flüssigkeiten, die indie Spitze der Zweige eingesogcn waren, an den Stäm-men und Wurzeln wieder zum Vorschein kamen, halteich für unrichtig.
Gegen das Absteigen der Säfte in der Rinde,besonders gegen du Hamel 's Schlüsse aus den Wül-sten, machte Frenzel mehrere Einwürfe, die aber
z>) ?t>ilos. rrsvrscr. vol. VI. s>. 2128.
Z2) Ol»errsr. 5ur Is jLrtliasge, p. n.
ZZ) A. « O. 86.
Z^) Ilie clerß^msn', recrertion, 27. l.oo<l. 1716. 8-
Zj) cisnr l'»m^irs oklioinso, II. IZH.
z6) kl>)»i^ue cle» svdres, vol. II. P. 10/j.
Z7) A. «. O. II. I8Z.