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Neuntes Kapitel.
reicher sey, aber daß er doch weniger fließe als zurNachtzeit. So beobachtet man auch bey uns nichtselten, daß die angebohrte Birke und der Ahorn in denMittagsstunden warmer Frühlingstage weniger Saftgeben, als zur Nachtzeit und des MergenS. "b) Dies jstFolge davon, daß eine mäßige Kühle und der Wechselder Temperatur nothwendig sind, um den Saften ihregehörige Mischung und den nöthigen Antrieb zu geben.(§- 6z.). Aber man sieht daraus, wie wenig das pe-riodische Absteigen des rohen Pflanzensafts zur Nacht-zeit anzunehmen ist.
Dies ungeachtet, senkt sich der Bildungssaft zwi-schen Bast und Holz abwärts. Fälschlich hat man diessonst auf die eHenlhüiulichen Safte der Rinde bezogen,und das Anschwelle» der letzter» über dem angelegtenBande als Beweis dafür angesehn, ^ da es doch nuranzeigt, daß unter der Rinde eine Flüssigkeit sich ab-wärts bewegt. Du Hamel führt als Beweis deSAbsteigens der Säfte in der Rinde an, daß der Safteinen Krautgeschmaek annehme, wenn die Knospen sichöffnen. -°) Die Beobachtung ist sehr richtig, aber siebeweiset nur, daß der Dildungssafl sich mit dem ro-hen Pflanzensaft vermischt hat, und daß jener seineBestandtheile von yben hex nimmt. Die engländischen
27) Vov»ße ä ls sscbsrclie äs Ir ke^ronse, I. ZoZ,
-8) i , b e I ja snllai. du uius. vol. VII, j>. 2 §o.
2 y) Meine Aul- I. 190,
Zv) A. a. O, I. 68.