Buch 
Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
Seite
451
JPEG-Download
 

45 r

Von dem Stamm. H. 8i.

in einander schmelzen (S. 52. 5 Z-), und daß daherdie Verrichtungen auch nicht so sehr an einzele Organegebunden sind. Selbst in den niedern Thierklassen flie»ßen ZeugungS«, Ernährungs- und Athem-Werkzeugezusammen.

2. Der Dildungssaft ist eS, der beiden, demBast und Splinte, den Ursprung giebt. Näher dein'Umfang gerinnt er oder kryftallisirt sich zu einfachenRöhren; näher dem Mittelpunkt zu Röhren, mit Spi-ralfasern durchzogen. Denn das ist Grundgesetz derNatur in allen organischen Wesen, daß, wo sie Du-plicität der Substanz schuf, die thätigere allemahl nä-her dem Mittelpunkt; die weniger thätige, still ernäh-rende näher dem Umfange gestellt wurde. So Rinden«und Marksudstanz des Gehirns und aller thierischenAbsonderungs-Werkzeuge. Also legt sich alljährlichin unsern Frucht - und Wald-Bäumen eine Bastschichtund eine Splintlage an, die beide durch die klebrigeFeuchtigkeit, welche ihnen den Ursprung gab, einen. Theil des Jahrs hindurch getrennt sind, aber wiedervöllig zusammen wachsen und in einander übergehn,wenn die Absonderung jenes Bildungesaftes schwächergeworden.

In diesem Sinne war es, daßMalpighi mitRecht sagen konnte: die. Rinde (der Bast) sey dasKind des Holzes (Ii§ri6us inknnZ) ?°), daß Grew

29 *

69) Mangili «n ReilS Arch. IX. riz. — Okens

Naturphil. IU> 242. f.

70) lom. I. p. ,,,