Von dem Stamm. H. 82. 461
grre, diese ältere Triebe dar: in jenen fallen nochkeine Strahlengänge auf, die in diesen sehr deutlichsind. Bey jenen gehn die Bastbündel nicht so tief indas Mark hinein, als bey diesen. Der senkrechteSchnitt Taf. XII. Fig. 56. eines jünger», und Taf. XII.Fig. 58. eines ältern Triebes zeigt den Unterschied inder maucrförmigen Beschaffenheit und dem Daseyn derpunktirten Gefäße im Splinte des letzter«. In beidensieht man die ächten Schraubengänge in der Nähe desMarkes. Nun meint Link, ^) es bilde sich der neueRing von Holzfasern um das Mark her; die Bastbün-del schieben sich also mehr nach dem Mittelpunkt desStammes zu und wachsen auch seitwärts zusammen.Die innerste Schicht habe, weil sie die jüngste sey, ge-trennte Spiralbündel, so lange noch Mark vorhandensey; das letztere nehme aber mehr und mehr ab, ohnedaß die Zellen kleiner und etwa von außen zusammengedrückt würden. Dabey läugnet er nicht, daß derAnwuchs im Innern des Holzes endlich aufhöre, wennalles Mark verzehrt sey; auch nicht, daß derselbe vor-züglich in den äußern Theilen vorgehe; aber wohlläugnet er, daß nur zu äußerst eine neue Schicht umdie ältere gelegt werde.
So viel Ansprechendes nun die Theorie hat, sosteht ihr doch die einfache Beobachtung entgegen, daßdie innersten Theile die härtesten sind, und nicht bloßin Stämmen, sondern auch in Zweigen; daß dagegendie äußeren Holzschichten ihre Jugend durch Weich-
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