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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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473
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Metamorphose der Theile. H. 84. 47z

zieht sie sich auf Arten und Gattungen ; daher hört dieorganische Thätigkeit nie auf, das Allgemeine, unterder Beschränkheit des Besonderen und Einzelnen, her-vor zu bringen und die Gränzen der Bildung zu über-schreiten. Die vegetative Kraft wirkt durch Anziehungund Verähnlichung zur Erhaltung der Form; wird sieangestrengt und erhöht: so erzeugt sie, durch Anhäu-fung der polarisirendcn Urformen und durch Zusam-mcndrängung des ernährenden Zellgewebes, Gestaltenund Bildungen, welche zur Fortpflanzung dienen.Dies sind Knospen, die wir in der ganzen organischenWelt finden, wo die höheren sensoricllen Kräfte sichnoch nicht entwickelt haben; denn diese beherrschen dieReproduktion und beschränken die vegetative Kraft der-gestalt, daß beide erst zusammen wirkend die eigent-liche Zeugung möglich machen.

Knospen, oder allgemeiner Keime, sind Bil-dungen, in welchen, durch Zusammendrängung derUrformen, der Trieb zur Ausdehnung und Fortpflan-zung bedingt ist. Sie entsteh« durch den bloßen Actder Vegetation, die nur in diesem Falle so angestrengtist, daß sie über die Schranken der Form hinausstrebt. Saamen hingegen sind Bildungen, welche,wenigstens bey vollkommener» Organismen, durch diegemeinschaftliche Wirkung zwiefach gebildeter Ge-schlechtsteile erzeugt werden, und sich als Einzelwesen,durch die frühe Trennung vom Multerkörper ver-rathen. Eine genauere Verglcichung des Baues derKnospen und Saamen wird den Unterschied noch deut-licher machen.