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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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474
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474 Zehntes Kapitel. Von den Knospen und der

Die Knospen unserer Bäume (Augen) lassen sichsehr bequem mit den Zwiebeln und Knollen (§. 68.)vergleichen. Eine wulstartige Anschwellung desTriebes ist überall nothwendig, wo sich Knospen bil-den sollen: dieser Wulst enthält ein sehr gedrängtesZellgewebe und Anfange der Spiral - und Saftröhren,gemeiniglich gehäuft auf einander, ungefähr wie manes in der Knolle der Orchiden (Taf. VIII. F. 40.)und im keimenden Waizenkorn (Taf X. F. 52.) be-merkt. Aus diesem Wulst erhebt sich bey unsern Bäu-men ( Taf. XIV. F. 65.) eine neue Markröhre, mitHolzfasern und neuer Rinde umgeben, welche mit derMarkröhre und den Holzfasern des ältern Triebes nichtunmittelbar zusammen hangt. Zu oberst geht dieseFortsetzung in äußere braune Hüllen über, welche oftgeschuppt auf einander liegen, mit Spaltöffnungen ver,sehn, mit klebrigem Saft oder Harz überkleidet sindund nach innen zu in weißliche dünne Hüllblättchenübergchn, welche mit Wolle oder Haaren ausgefüttertsind. In der Mitte zeigen sich, in vollkommenem Zu-sammenhang mit der Grundlage der Knospe, die An-sätze des künftigen Triebes zu Blättern entweder oderzu Blüthen. Daß man in den Knospen des Tulpcn-baums, wie Cotta sagt, ^) schon die Knospen deskünftigen Zweiges, und in diesen wieder die künf-tigen Zweige mit ihren Knospen unterscheide, kann

rs) Derzl. kannst con»>N. «te» corx» vtAsniier» Osu», toni. V. p. 407, 40g.

27) B. a. O. Z9.