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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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479
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Metamorphose der Theile. §. 85. 479

dem Splint und den Bastlagen des Wildlings in diegleichnamigen Theile des Reises übergehn, ist keinemZweifel unterworfen. Gleichwohl sind beide nicht eins;Las Reis nimmt bloß seine Nahrung aus der Mutter-pflanze, aber es bereitet sie selbst eigenthümlich zu.Es schickt seiire Säfte dem Mutterkörper schwerlich aufdie Art zu, wie Darwin, Knight, Aubert duPetit Thouars und Meyer es annehmen (§.8i.); sondern das Auge begünstigt nur die ErzeugungUnd das Herabsinken des Bildungssaftes. Noch weni-ger kann ich MeyerS Meinung beitreten, daß dieSaugewürzelchen des AugeS durch den Stamm hinun,ter bis an die Erde reichen. Die Knoten, die derStamm bildet, lassen keinen so unmittelbaren Ueber-gang zu. Daher gehen Säuren, die das Wasser ent-hält, worin man Zweige mit Blüthen setzt, nicht indie letztern über. Blaue Blumen werden nicht roth,wieSenebier und ich bemerkt haben.

Der Zusammenhang der Augen mlt dem Splintwar Pontedera schon bekannt; aber er schloß fälsch-lich daraus, daß bloß die Fibern, oder die Saftröhrenund Schraubengänge, zur Erzeugung der Knospen Ge-legenheit geben, und daß das Zellgewebe nichts dazuthue. Sehr richtig bemerkt Senebier dagegen,daß alle Theile des Stammes zur Bildung der Knospenbeytragen, und daß der Wulst, als die Grundlage desAuges, sich seinen eigenen Bildungösaft bereitet; da-

Z8) ve'gi'r. V. 78 .

39) Oi,». 2. »il x. zo. 5 ». Eben so Knisht

(ktzU. I8o§. lv». ll. ,Ss.)