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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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484
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484 Zehntes Kapitel. Von den Knospen und der

so viel Bildungssaft anznziehn, daß sie zu Fruchtau-gen werden. --*) CadetdeBaux empfahl, stattdcS oft nachtheiligen Vaumschnitts das Umbiegen derZweige in der Form der Handhaben, um ste zum An-setzen der Fruchtaugen zu nöthigen.

Darum kann man in den Augen nur das Stre-ben nach einer oder der andern Bildung annehmen;doch enthalten viele Knospen auch die Anlage zu Blü-then und Blattern zugleich. '?)

Die Stellung der Knospen, der au- ihnen sichentwickelnden Blätter und Zweige ist höchst merkwür-dig. Es giebt niedere und höhere Pflanzen, wo nachallen Seiten die Luft und dos Licht so einwirken, daßin Absätzen wirbelförmig die Zusammendrängung desZellgewebes, die Erzeugung neuer Schraubengängeund Saftröhren und ihr Abweichen von den Stamm-bündel» erfolgt. Dabey kann der Stamm rund undvierkantig seyn (I-,nbinlL6: kulaiaeeae). So be-stimmt die letztere Form in den genannten ganzen Fa-milien ist: so sieht man doch aus dem Hinneigen der

54) Goutelongue in der Gartcnzcitung, IV. uz.

2H1 Atem. ^uel^ue» inconvsiiienH äs I» tjjlls lls» sr-bres » Huic. ?sri» . 1804. 8 -

56) Ueber die Vortheile des RindenschuittS zum Anlockendes Bildungssafts und die Beförderung des Ansetzen-der Früchte und Verhinderung des Abfallens derselbenfindet man interessante literarische und praktische Be-merkungen von T houin in der Gartenzeitling, IV. 41.

57) C 0 tta a. a. .L. 60. — Brandis Pathologie, rsi.Vcrgl. Meyers natur-etr. Darstellung, 275.