Von den Blättern. H. 91. §19
zen Rücksicht. Wahren Zucker habe ich aus denBlättern der Lassins lVIdirroeeniA gefunden, wenndie Sonne zu heiß durch die Fenster des Treibhausesauf die Pflanze brannte. Daß oft Kamfer und Oehlausschwitzt, bemerkt man an den Haaren der klackin.viZeosn, des I^ilaiscus ^l)6lmosciiu8 und ande-rer Pflanzen. (Z. zo. ) AuS den Haaren der Kicherndünstet ein Gemisch von Sauerklee-, Apfel- und Essig-säure aus. Daß andere eigenthümliche Säfte mitforrgehn, beweisen alltägliche Beobachtungen, dienach Reneaume* 4 ), besonders Gene bier wieder-holt. -»)
Die Menge der Ausdünstungsmaterie richtet sichnach der Jahres - und Tageszeit, nach der Lebenskraftder Gewächse und nach dem verschiedenen Einfluß deräußern Reize. Im Ganzen verlieren die Pflanzenmehr durch die Ausdünstung, wenn sie lebhaft wach-sen, als ihr Gewicht beträgt. Schon Joh. Wo ab-warb bewies durch sehr berühmt gewordene Versu-che, daß eine Pflanze aufs wenigste 46 mahl mehrWasser ausdünste, als sie zu ihrer Nahrung verwen-de^); Senebier bestimmte genauer das Verhältnißdes angezogenen Wassers zu dem ausgedünsteten, undfand, daß es an heißen Tagen wie 15 : iz, sonst wie
2Z) ksmilles «te, plsnre», I. HZ. Vcrgl. Garteuzeit. III.
29z-. Ehrharts Bevtr. VII. 8Z. Rasn!- zor. ,
24) Hlsm. u« t'rc. tl« I'Lii», 1707. p. Z69-A. a. O. 86.
26) kUlloi, lrro»Lcr. v. 2HZ. lgZ. ».