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Zwölftes Kapitel.
«ähnlich selche Theile Nektarien genannt, die viel«her Nachbildungen der achten Staubfäden und An«theren heißen. Dergleichen Nachbildungen sind beyder ksriploca, wie wir sehn werden, offenbar: ge-rade bey dieser Pflanze ist mir sehr zweifelhaft, obman die Hörner (Taf. V. Fig. 26.) mit Recht Nekstarien nennt. Sie scheinen es eben so wenig zu seyn,als die sonderbaren Bogen, welche sich auf der Blumeder erheben. Nachbildungen vomNektar-Ap-
parat kommen übrigens bey vielen Orchideen vor, (Or-eki8 lalsolia undk^ipactis ovata ausgenommen)wo die Natur, die die Mannigfaltigkeit der Formen alsZweck der Gestaltung verfolgt, ohne wahren Nektarzu erzeugen, Safthalter und Saftmäler gebildet hat.Daher nennt C. A. Sprengel solche OrchideenScheinsaftblumen. Dergleichen Nachbildungen
oder mechanische Rudimente, wie sie Blumenbachnennt, 6') müssen uns nicht Wunder nehmen, wennwir nur an die männlichen Brustwarzen gedenken: ge-setzt auch, daß Blumenbach's Anwendung dieserIdee auf den Beutel des FabriciuS in der Kloakeder Vögel nicht paffend wäre. ^
Der Apparat des Nektars ist bey mehrern Blu-men mannyfaltig. Es giebt Werkzeuge zur eigent-
60) Das entdeckte Geheimniß der Natur in der Befruch-tung , S. 40z.
61) Vergleich. Anatomie, S. 471-
6r) Tiedemann« Naturgesch.derDtgel, 46g. Beyde«Hähnen und andern männlichen Digeln soll dieser Beu-tel die Stelle der Saamenbläschen »rrtretrn und bey