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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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Von der Befruchtung. §.97.

Palmen und Lilienpflanzen stehn beide in einer Ebene(starnina periAVma); die Orchiden und Scitami-nen tragen die Antheren höher als die weiblichen Thei-le (stamina exiZvna ). Nun wäre dies zwar einenatürliche Abstufung; man könnte sagen, die Staub-fäden und Antheren stehn um so höher, je vollendeterdie Bildung ist. Eben so scheint dasselbe Verhältnißbey den Dikotyledonen mit einblättriger Corolle obzu-walten. Die Labiaten, Lysimachicn, Lonvolvul!stehn niedriger, als die Eriken und Lamjranulsk,da bey jenen die Staubfäden niedriger stehn, als beydiesen. Aber sind die Syngenesisten, deren Staubfä-den sich über den weiblichen Theilen entwickeln, deß-wegen vollkommener? Keincsweges: sie stehn im Ge-gentheil sichtbar den übrigen Pflanzen mit einblättri-ger Corolle nach. Bey den Pflanzen mit mehrblättri-ger Corolle ist es vollends unmöglich, ein bestimmtesVerhältniß durchzuführen. Haben die UmbellatenstaorlnL wie I u ssi eu sagt, oder sollte

man ihnen nicht vielmehr stamiualr^oA/ua geben,da sie freylich über dem Fruchtknoten, aber unter demPistill entspringen? Bey den Berberitzen, Geranien,Rosaceen und Malvaceen liegt der Ursprung der Staub-fäden mit dem Pistill in einer Ebene; aber ist nicht we-nigstens bey den Rosaceen dasselbe Verhältniß, wiebey den Umbellaten, daß der Fruchtknoten unter demOrt befindlich ist, wo sich die Staubfaden anhängen?Bey den Leguminosen werden staunn a ^eriA^naangenommen, aber sie stehen bey vielen tiefer als derFruchtknoten, geschweige denn als das Pistill.