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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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558
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Dreyzehntes Kapitel.

Der mechanischen Einrichtung vieler Staubfäden,daß sie gekerbt sind, und durch Schnellkraft eben sozum Aufspringen gebracht werden, als daß sie in an-dern Fällen den Gesetzen der Reizbarkeit gehorchen,haben wir oben (§. 58.) umständlich erwähnt.

Was die Anlhercn betrifft: so ist die Bildung der-selben so mannigfaltig und ihr innerer Bau so verschie-den, daß sich kaum darüber allgemeine Regeln ange-ben lassen. Wunderbar ist die Nachbildung der wirk-lichen fruchtbaren Antheren durch andere, welche nichtfruchtbar sind. Bey vielen Monbcistcn und Diöcisteaenthalten die weiblichen Blüthen nur die rohen Anfän-ge der Anlhercn, entweder bloße Staubfäden ohne An-thercn, oder auch die letztern, aber durchaus unbrauch-bar ( , lVlknigzrerinrrm ). Auch in

Zwitterblüthen schafft die Natur noch außer den frucht-baren oft einen oder mehrere unfruchtbare StaubfädenLssnittrrm, ksntastsrnoii, 8s1-piZtossis üuir 6t ?av., äosksilrinia. Vsnt., äa-DLrsirlla äuss., (Aoxinia, Oratiolrr, liernia-rla, ?6ntazi6t6s.) Bey der OnsZia sind dreyStaubfäden mit ihren Antheren überfiüßig und un-brauchbar. Bey der Gommslina und ksrnassissehn wir eigene, den Staubfäden und Antheren nach-gebildete, aber durchaus unnütze Organe. Eben soerscheinen in der ke-riploea außer den eigentlichenAntheren (Taf. V. Fjg. 26. 6.) noch besondere, denAntheren nachgebildete Körperchen, ( F. e.) welchekeine wesentliche Beziehung auf das Geschäft der Be-fruchtung zu habcn scheinen.