Buch 
Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
Seite
624
JPEG-Download
 

624 Fünfzehntes Kap. Von d. Verbreitung der

lich Jemand sich anmaßen,. bestimmt beantworten zuwollen, da man sonst die Geheimnisse der Schöpfungcnträthseln müßte. Nur cinzele Vermuthungen könnenwir aus Thatsachen herleiten; nur ahnen können wiraus dem Vorkommen der Gewächse in großen Erdstri-chen, woher sie gekommen sind.

s'innL, der mir wahr haft genialischem Blick diegroße Haushaltung der Natur übersah, vermuthetenicht nur, sondern suchte es zu beweisen, daß in derKindheit der Erbe der größte Theil mit Wasser über-schwemmt gewesen, daß auf dem höchsten Bergrückender alten Welt (wahrscheinlich in dem mittlern Ästen)die Sraminällern aller Gewächse einfach geschaffen wor-den , und sich von da aus, so wie das Meer abgenom-men, weiter verbreitet haben, Obgleich diese

Theorie schon von Vergman^) und Zinn -") wi-derlegt worden: so liegt doch so viel Wahrheit dersel-ben zum Grunde, daß wir sie einer nähern Prüfungfür werth halten.

Es ist zuvörderst wahr, daß sich die Pflanzen vonden Gebirgen herab vorzüglich verbreiten, daß Gebir-ge die wichtigsten Unterschiede in den Floren bilden.Sehen wir auf die Hochlande der alten Welt: so findenwir sie überall als die Quellen der Vegetation, als dieGränzen der Floren. Die großen Niederungen von^Holland, Norddeutschland, Pohlen, Preußen und. Ruß-

Lg) Xruoea sesii U. 44k—459-

70) lorlllilors» delkrikll. II. 2. p. 2^4-

7 D Hamb . Mag. XVI. Z 51 .