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Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
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auch ein Compas, so in seine 24 Bergstunden aussgetheilet,und am Ende der dritten Regel (bei e ) angeinacht, welcherdarzu dienet, dass man die vier plagas mundi finden, unddenselben auch zu den Bergwerken gebrauchen könne, dannauch muss er mit seiner schwere also abgerichtet werden, dasser die dritt Regel allezeit perpendicular zu hencken mache. —Hierbey berichte ich auch, dass zu dem Instrument ein drey-beiniger Stab (oder auch ein Stockstativ), oben mit einem Ge-werbe, welches ich am besten achte, oder mit einer rundenKugel, so sich in dreyen Armen sanfft wenden und (bei f )anschrauben lässt, wie solche Burgi seel. zu machen pflegte,sein muss.“ — Das von Herrn Professor Fritz Burckhardt ge-schenkte, leider im Laufe der Zeit etwas defekt gewordeneInstrument entspricht der von Bramer gegebenen Beschrei-bung so vollständig, dass es auf den ersten Blick als einBürgi’sches Triangular-Instrument erkannt wird: Die beidenkurzen Messing-Regeln halten je 500, die lange 720 Theile,von welchen jeder nicht ganz ein Millimeter misst (11,85 Theilemachen etwa 10 Millimeter); der Schieber d und die Absehenbei a, b, c, d klappen ganz mit dem von Bramer gesagten, sodass z. B. 6 umgeklappt werden kann; der ursprünglich andem Schieber d drehbare Stab d e ist leider hart am Schieberabgebrochen und besitzt bei e kein Diopter mehr, doch siehtman dass früher ein solches, und zwar muthmasslich ein ähn-liches wie bei 6, vorhanden war, dagegen schwerlich eineBoussole. Der Stab a b ist entsprechend dem Stab a c mitRinnen versehen, und könnte al90 früher ebenfalls einenSchieber getragen haben, während er dagegen bei f keineVorrichtung zur Befestigung auf irgend ein Stativ zeigt; dafürfindet sich auf ae in der Nähe des Theilstriches 420 ein kleinesdurchgehendes Schraubengewinde, und in gleichen Distanzenlinks und rechts davon zwei Oeffnungen für Stiften, so dassdort vielleicht vorübergehend eine Art Handhabe befestigtwerden konnte. Auf der Rückseite von o b und a c sind theilsdie Wiener-, Prager- und Frankfurter Längenmasse aufge-tragen, — theils in Beziehung auf verschiedene Einheiten diemuthmasslich zur Berechnung von Geschützkugeln bestimmtenKubikwurzeln ihrer Vielfachen; die Rückseite von d e zeigtdagegen nur zwei Längslinien, die muthmasslich später noch