Buch 
Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
Entstehung
Seite
8
JPEG-Download
 

nung ihrer größeren Härte: Diamant, Saphir, To-pas, Quarz, Feldspath, Apatit, Flußspath u. s. w.theils einer Feile oder Spitze von Stahl. DieFeile bei geschliffenen Steinen, selbst an den Ortenanzuwenden, welche nachher durch die Fassung be-deckt werden, ist nicht rathsam, weil sie stets etwasbeschädigt werden; es bilden sich, wenn man auchnur leicht an ihrer Oberfläche streift, kleine Fle-cken, selbst Sprünge, die sich oft mit der Zeit ver-größern. Dagegen ist sie bei rohen Mineralien eingutes Mittel, die Härte zu erforschen; man hat da-bei vorzüglich auf den größer» oder geringer» Wi-derstand zu achten, den diese Körper der Feile lei-sten, auf die Menge des Pulvers, welches auf derFeile liegen bleibt, selbst auf das Geräusch, wel-ches beim Streichen verursacht wird, und auf daSAbnutzen der Feile selbst.

Bei geschliffenen Steinen ist die Stahlspitze vor-zuziehen; man kann sie auch bei gefaßten gebrau-che». Nach dem leichtern oder schwerern Ritzenoder Eindringen derselben in den Stein wird des-sen Härtegrad bemessen.

Die zweite Art, die Härte zu bestimmen, be-steht darin, daß man mit der Ecke eines Edelsteinseines der oben angeführten Mineralien zu ritzen