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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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schätzte, von Farbe, Glanz, Durchsichtigkeit undHärte, die sie in höherem Grade besitzen, als alleübrigen Fossilien. Man schied sie daher schon frühevon diesen, und nannte sie edle Steine. Auchdie Seltenheit des Vorkommens mag Einfluß aufjenen Namen gehabt haben; und vielleicht nichtweniger Vorurtheil und Aberglaube einer früherenZeit, hinsichtlich der Zauberkräfte, welche man die-se» Steinen in Absicht auf Heilung von Krankhei-ten, auf Bewahren vor Unglück u. s. w. zuschrieb.

§. 29.

Im Altherthum kannte man die steine, welcheman jetzt mit dem Namen Edelsteine belegt, gewißnur wenig oder gar nicht. Am frühesten findenwir mehrere von ihnen als Gegenstände des Schmucksbei Beschreibung der Kleidung des hohen Priestersin der heiligen Sckrift erwähnt*). Auf jedem Ach-selstreifen des Prachtrockes war ein Stein befestigt,und in dem genannten Schildchen, das auf derBrustzum Ansehen und zur Pracht" getragenwurde, sah man deren zwölf in Gold gefaßt, dieUrim und Thummim, von welchen jeder einem

») II. Buch Moses 28, 17 20 und 39, 10 13 u.

a. a. D.