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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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Dolksstamme geweibt war. Jedoch beweisen dieNamen der Edelsteine bei den Hebräern, daß siedie Kenntniß derselben von den Aegpptern erhaltenhaben. Auch sind bei weitem nicht alle Edelsteineder heiligen Schrift die nämlichen, welche die Mi-neralogie unserer Tage darunter versteht; nur vomSaphir könnte man dieß vielleicht mit einiger Ge-wißheit sagen. Den Griechen scheinen diese Steineerst später bekannt geworden zu sepn, da sie zurZeit des trojanischen Krieges noch nicht zum Schmuckedienten; wenigstens gedenkt Homer, von den Schä-tzen der damaligen Zeit redend, der Edelsteine nicht.Orpheus Gedicht von den Steinen, voller Ideenüber ihre Zauberkraft, ist selbst seines Zeitalterswegen verdächtig. Thevphrast und PliniuShaben mehrere hierher gehörige Steine beschrieben,allein unvollkommen, und Letzterer besonders sehrverworren; auch sind ihre Schilderungen mit vie-lem Fabelhaften ausgeschmückt, so daß man oft nichtweiß, welches Mineral man unter ihrer Be-schreibung verstehen soll. Ueberhaupt fing manbald an, den Edelsteinen die wunderbarsten Kräftezuzuschreiben, viel über ihre Entstehung zu fabeln,und die seltsamsten und verkehrtesten Ansichten undBeschreibungen von ihnen zu verbreiten. Sie soll-

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