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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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der auf gelb u. s. w. Die Farbe diente ihnen nunvorzüglich als Hauptunterscheidungscharakter derEdelsteine, und so kam es, daß sie mit einem unddemselben Namen oft Steine belegten, welche Mi-neralgattungen angehören, die durchaus verschiedenvon einander sind. So wurde der Name Rubinangewendet auf verschiedene Steine von rother Far-be, welche theils dem Korund und theils dein Spi-nell oder Topas beizuzählen sind. Nach dem Blauenwurde der Saphir, nach dem Grünen der Sma-ragd, dem Gelben der Topas, dem Violblauen derAmethyst u. s. w. gebildet, und die Steine ihnengleich von Farbe, wenn auch verschieden an Ge-halt, untergeordnet. Unter einem brasilianischenRubin versteht der Künstler sowohl einen lichten,rosenrothen Spinell, als einen in's Rothe stechendenTopas. Oft ist dann nur ein vorgesetzter Länder-oder Gegendname eine genauere Bezeichnung fürdie Steine von gleicher Farbe, aber von verschiede-nen Nüancen und von stärkerer oder geringererLebhaftigkeit des Glanzes; unter dem Ausdruckorientalischer Chrysolith begreift er einen gelblich-grünen Saphir, unter der Benennung sächsischerEdrysolith einen blaßweingelben Topas. Auch fin-de» wir schon frühe den Gebrauch, vielen Edelster-