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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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deßhalb auck oft kostbares Material. Die Alte»schnitten nie in Diamant, sehr selten in andere,feine Edelsteine, sie verwendeten mehr die weiche-ren, die Halbedelsteine, Karniol, Onyx, Jaspis u.s. w. z» ihren Arbeiten; auch künstlich gefärbteGlasflüsse, sogenannte Glas pasten, wurden dazugebraucht.-/'Die Bearbeitung selbst war sehr ein-fach. Die Steine wurden von den Polirern (koli-tnrk8 ßeimiisrum) auf einer Steinplatte, mittelstPulver härterer Steine, rund, oval, flach oder schild-förmig zugerichtet, je nachdem es die Arbeit oderder Gegenstand erforderte, welcher auf thuen aus-geführt werden sollte, und dann den Sculptorenzum Schneiden übergeben. Dieses wurde mit Ei-sen oder Diamantsplittern, die in Essen gefaßt wa-ren, verrichtet. Ambrosius Caradossa war der er-ste, welcher in Diamant schnitt, indem er im Iah»1500 für Papst Julius II. die Figur eines Kir-chenvaters ausarbeitete.

Die ersten Spuren der Steinschneidekunst findetman bei den Jndiern, Persern und Aegyptern; diePriester bei letzterem Volke drückten auf den Bast,mit welchem sie die Hörner ihrer Opferthiere bezeichne-te», Siegeln; die frühesten, schriftlichen Nachrichtenfindet man in heiligen Urkunden. Moses ließ aus die