§. 35 .
Der Diamant, obgleich der härteste aller be-kannten Körper, kann doch mit Leichtigkeit durchstählerne Werkzeuge in Stücke gespalten werden,wenn ein Schlag, in gehöriger Richtung geführt,angewendet wird. Diese Arbeit erfordert jedochecke aenaue Kenntniß der Struktur und der Blät-tervurckgänge, da er solchen Mitteln nur in gewis-sen Richtungen, diesen entsprechend, nachgibt. Hierzu,wie überhaupt zur Bearbeitung, ist die einsackegorm des Dktaeders (s. Taf. V Fig. 6) am bestengeeignet. Bei den Diamanten geschieht das Spal-ten, um Flecken oder sonstige fehlerhafte Stellenwegzunehmen, oder, da sie meistens zugeruudetsind, und noch keinen kunstgemäße» Scknitt zulas-sen, um die convexen Lagen wegzuschaffen, undFacetten im Rohen zu fertigen, wodurch ein Theilder großen Mühe des Abreibens und Sckleifenserspart wird, und zuweilen selbst noch brauchbareStücke durch den Abfall erhalten werden. Seltenmöchte der Fall sehn, daß ein großer Diamant inmehrere Stücke gespalten würde, um aus diesenmehr zu gewinnen, als aus dem einzelnen Stein,da der Werth desselben mit der Größe w bedeu-tend zunimmt. Der zu spaltende Diamant wird