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Man theilt in der Regel die Steinschneider indrei Klassen: Diamantschneider, Edel- oderKleinsteinschneider und Galanterie- oderGroßsteinsch neider.
§. 54 .
Die Arbeiten des Diamantschleifers sind:das Spalten oder Kliven, Schneiden, Schleifenund Poliren der Diamanten.
Vor dem Anfang der Bearbeitung pflegt mandie Diamanten, besonders die großem, zuweileneiner Probe zu unterwerfen, um zu erforschen, obsie nicht feine Sprünge haben, indem hierdurch öf-ters eine Trennung des Steins beim Schleifen ent-steht, und eine mühevolle Arbeit vergeblich gemachtwird. Brewster empfiehlt in dieser Hinsicht,bei kostbaren Steinen aller Art, folgendes Verfah-ren: den rohen Edelstein in Canada-Balsam, Sas-safras- oder Anisöl zu legen und umzukehren, wosich sogleich der feinste Sprung durch eine andereBrechung der Lichtstrahlen offenbaren würde. Auchsoll man die Diamanten, aus diesem Grunde,zuweilen stark erhihen, und in Wasser werfen, wo-durch er sich in Stücke theilen würde, wenn Sprüngevorhanden wären.