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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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1. Der Treppen schnitt (Mille ä «legre Taf.III Fig. 12), bei welchem die Facetten, gegen dieTafel und das Collet des Steins hin, immer ab-nehmend, in Stufen zulaufen. Der Obertheil hatin der Regel deren zwei, oder seltener drei, wäh-rend die Menge derselben am Untertheile sich dar-nach richtet, ob der Stein Heller oder dunkler ist.Der Schimmer wird vermindert, und die Farbegeschwächt durch eine zu kleine Zahl von Stufen;man nimmt daher gewöhnlich vier bis fünf alsmittlere Norm an. Die Form der Steine kannbei diesem Schnitt vier-, sechs-, acht- oder zwölf-seitig seyn, auch länglicht rund (Taf. IV Fig. 15,14, 15). Er ist besonders vortheilbaft für gefärbteSteine, weil er das Licht am meisten zurückwirft,und dadurch das Spiel derselben sehr begünstigt.Auf jeden Fall wird er aber als Schnitt für denUntertheil eines gefärbten Steines jedem andern,selbst dein en pavllloa geschnittenen Untertheile ei-nes Brillanten, vorzuziehen seyn, der Obertheilhabe eine Form, welche er wolle.

2. Der gemischte Schnitt (Mille L KweNe»liess»» Taf. IV Fig. 16, 17), zusammengesetzt ausdem Brillant- und dem Treppenschnitt, von wel-chen ersterer am Obertheil angebracht ist. Er ist