69
zu Zeit neyen und untersuchen, ob noch Etwas"wegzunehmen sey, wobei er jedoch in Anschlug zubringen hat, daß die Politur den Steinen größereKlarheit und stärkeren Glanz gibt, als das Be-netzen. Das Verhältniß zwischen Ober- und Un-tertheil ist bei solchen Steinen, welche durchsichtigund schön gefärbt sind, dasselbe, wie beim Brillan-ten, d. h. der Obertheil erhält ein Dritttheil, undder Untertheil zwei Dritttheil der Höhe des gan-zen Steines. Ist aber die Farbe schwach, so mußder Untertheil drei Viertheil der Dicke bekommen,während derselbe bei dunkeler Färbung des Steinesviel dünner zu halten ist. Die Tafel derjenigengefärbten Steine, deren Farbe man erhöhen will,wird etwas gewölbt, da sie hingegen bei sehr dunkelneben seyn muß.
§. 40 .
Die Schnittformen, welche bei dem Diamantangeführt wurden, finden meist auch bei den ge-färbten Steinen ihre Anwendung. Doch find dieBenennungen für dieselben bei ersterem so gebräuch-lich geworden, daß, wenn man von einem Brillan-ten oder einer Rosette u. s. w. spricht, man stetsnur eine» Diamanten darunter versteht. Indessenkommen noch folgende eigenthümliche Formen vor: