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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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weitem wohlfeiler ist die Opalmutter; Stücke von6 Linien Länge und eben so breit werden für 68Gulden verkauft, während ein schöner in's Rotheund Grüne spielender Opal von derselben Größein Paris mit 2,400 Franken bezahlt wurde. InKaschau selbst bot man vor einiger Zeit einen sehrschönen Opal, von der Größe eines kleinen Tha-lers, um 30,000 Gulden aus.

Man hat den edeln Opal durch Glasflüsse nach-zuahmen gesucht; doch kommen diese künstlichenSteine dem ächten an Schönheit und Farbenspielnicht gleich, auch sind sie härter und etwas schwe-rer als dieser. Doch auch auf andere Weise wurde ver-sucht, den Opal nachzubilden: man sehte nämlichklaren, edeln oder gemeinen Opal auf eine Unter-lage von farbenspielender Perlmutter, wodurch je-ner das Ansehen erhielt, als ob ihm dieses Spieleigen sey. Kenner werden jedoch leicht diesen Be-trug zu entdecken wissen.

Im kaiserlichen Mineralien-Kabinette zu Wienbefinden sich die ausgezeichnetsten Exemplare vonedlem Opal; unter diesen zeichnet sich aber vorzüg-lich ein Stück aus, das größte, welches man bisjetzt kennt. Es ist 4°/. Wiener Zoll lang, 2'/,dick, und wiegt 34 Loth. Dieser Opal wurde in