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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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wird der gemeine Opal selten benutzt, auch stehter seiner Weichheit und Sprödigkeit wegen in kei-nem große» Werth. Schönheit der Farbe, Frei-seyn von Sprüngen und Reinheit bestimmen den-selben hauptsächlich. Geglüht und gepulvert soller statt des Trippels zum Schleifen zu gebrauchenseyn.

6. Hydrophan.

Weltauge. Veränderlicher Opal. b'. Oeil äu wonäe.

Huarr resioite b^äropdans. L. Il^clropliano.

Der Name bezieht sich auf seine Eigenschaft,im Wasser durchsichtig zu werden. Die Alten kann-ten ihn unter dem Namen sebaws oculns muuäiUnd l.api8 mutabilis.

Er ist ein edler oder gemeiner Opal, von locke-rem, porösem Gewebe, im Zustande eigenthümli-cher Verwitterung. Hängt stark an der feuchtenLippe an. Durchscheinend, saugt Wasser begierigein, unter Ausstößen vieler Luftbläschen, und ge-winnt dadurch einen höheren Grad von Durchsich-tigkeit, und zuweilen die Eigenschaft, in den schön-sten Farben, gleich dein edeln Opal, zu spielen,ein Phänomen, das wahrscheinlich durch das Ein-ziehen der Wassertheilchen in die leeren, porösen