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Rom gebracht hatte. Nach Plinius fertigten die-selben schon Spiegel und Gemmen daraus.
Auch die Mexikaner und Peruaner machtenMesser, Degenklingen, Rasirmesser u. s. w. ausObsidian, der überhaupt von den Völkern, welchender Gebrauch des Eisens mehr unbekannt war, sei-ner scharfkantigen Bruchstücke wegen, zur Bereitungschneidender Waffen und Geräthschaften angewendetwurde.
A. v. Humboldt führt an, daß Cortes in einemSchreiben an Kaiser Karl V. erzähle, er habe inTenochtittau Rasirmesser aus Obsidian gefertigt ge-sehen. Derselbe berühmte Naturforscher fand nochauf dem 8erro IS8 Nsdajss (Messerberg) inNeuspanien die alten Schachte, welche zur Förde-rung des Obsidians angelegt worden waren, sowie Ueberreste von Werkzeugen und halbvollendetenGeräthschaften.
Die Bewohner von Quito arbeiteten prachtvolleSpiegel daraus, und die der Aster- und Ascension-Jnselu und die Guanen gebrauchen zum Theil nochSplitter von Obsidian als Spitzen an ihren Lanzen.
Der Obsidian kommt derb, in runden und stumpf-eckigen Stücken, Kugeln und Körnern vor. BruchmuiHelig. Halb durchsichtig, bis an den Kanten