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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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Der Obsidian seht zuweilen ganze Gebirgsmas-sen zusammen, öfters bildet er Lager im Trachptoder Ströme am Abhänge von Vulcanen; aucktrifft man ihn unter den vulkanischen Auswürflin-gen und lose am Fuße der Berge und im Sandeder Flüsse in: Island, Teneriffa, (Pico de Teyde),Ponza-Inseln, Lipari, Volkano, Milo, Sicilien,Ungarn, Asiatisches Rußland (Ochozk im Mareka-nischen Gebirge) Mexiko, Quito, Eiland Ascensionu. s. w.

Man verwendet den Obsidian zu verschiedene»Gegenständen der Bijouterie, zu Qhr- und Hals-schmuck, zu Vorstecknadeln, Dosen, Messerheften,Rock- und Stockknöpfen und dergl. Besonders wirder auch als Trauerschmuck getragen. Da der Ob-sidian sehr spröde ist, so erfordert er bei seiner Be-arbeitung sehr viele Vorsicht. Man schleift ihnauf einer Bleischeibe mit Smirgel, und polirt ihnmit Trippel. Zu Ringsteinen wird zumal der schil-lernde Obsidian verwendet, und erhält dann denSchnitt en esbodwo.

Der schönen Politur wegen, welche der Obstdi-an annimmt, ist er im Allgemeinen sehr beliebt,dessen ungeachtet steht er nicht hoch im Werth. Amtheuersten wird der schillernde Obsidian bezahlt.