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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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wie auS der Felsart, in der er mehr oder wenigerhäufig eingesprengt vorkommt, und wo man Stückewählt, deren Grund ein schönes Weiß ist, auf wel-chem die blauen Flecken gehörig gleichmäßig ver-theilt sind, gefertigt, als: Dosen, Vasen, LeuchterSchaalen, kleine Bildsäulen, Uhrgehäuse, Stockknö-pfe u. s. w., selbst zu architektonischen Verzierun-gen und zur Stein-Mosaik gebraucht man ihn.

Die wichtigste Anwendung desselben in techni-scher Hinsicht ist jedoch die zur Bereitung des äch-ten Ultramarins, eines sehr schönen blauen unddauerhaften Farbenpigments für die Oelmalerei.Die Chinesen bedienen sich schon lange des Lasur-steins bei der Porzelan-Malerei.

Ein Nachtheil findet beim Lasurstein besondersdadurch statt, daß er beim häufigen Gebrauch diePolitur verliert, und matt wird, obgleich er dieselbesehr gut annimmt. Der, welcher weiß gefleckt ist,oder Eisenkies eingesprengt enthält, läßt sich wegender ungleichen Härte nicht leicht poliren; man ver-meidet daher besonders die letztere Art zu bearbei-ten, denn obwohl sich der Eisenkies im Anfangschön ausnimmt, so wird er doch bald matt, undzersetzt sich sogar.

Früher wurde der Lasurstein mehr geachtet, und