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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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stand in höherem Werth, als dieß jetzt der Fall ist.Am meisten wird der rein lasurdlaue geschätzt, nndgrößere Stöcke desselhen werden zu hohen Preisenverkauft. Weiße Flecken erniedrigen den Werth,sind sie aber gleichmäßig vertheilt, so bezahlt manden Stein schon etwas höher. Der blaßblaue, in'SGrüne fallende Lasurstein aber ist am wenigstengeachtet. Jin allgemeinen bestimmen Reinheit undHöhe der Farbe und Größe den Preis des Steins.

Die Chinesen sollen, nach der Aussage einesBucharen in Kiachta, den hellblauen Lasurstein Zui-sang, den dunkelblauen mit eingesprengtem Eisen-kies Tchingtchang nennen, und letzteren dem er-steren vorziehen. Ei» Chinesisch Tchin (ungefähr1Pfund russisch Gewicht) kostet in China rohan drei Rubel. Sie verarbeiten ihn zu Vasen, Do-sen, Knöpfen und Tassen.

Sehr schöne Verzierungen mit Lasurstein findensich in den Zimmern des Marmorpalastes, welchenKatharina ll. zu Petersburg hat erbauen lassen.

Kupferlasur wird zuweilen mit Lasurstein ver-wechselt, sie ist aber bei weitem nicht so hart wiedieser, und braußt, mit Salpetersäure behandelt.