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noch einmal umgearbeitet, und zwar auf einer bleier-nen Scheibe mit Smirgel geschliffen, und auf einerzinnernen mit Trippel oder auch nur auf Holzmit Bimsstein polirt. Den lehren Glanz erhälter auf Leinwand mit Englischroth. Er muß sehrvorsichtig bearbeitet werden, da er oft von Riffen,Sprüngen und Adern durchzogen wird, und dannleicht zerspringt. Man schleift ihn zu Dick- undTafelfteinen, meistens aber eo calloclwo, und ver-wendet ihn zu verschiedenen Gegenständen desSchmucks, zu Ring- und Nadelsteinen, zu Ohrge-hängen, vorzüglich aber auch zum Einfachen vonandern feinen Edelsteinen.
Der Werth des Türkis ist in neuerer Zeit et-was gesunken, doch steht der ächte noch immerin Ansehen, und der Preis eines schönen orientali-schen Türkis von Erbsengroße ist immer noch 8 —10 Gulden. Ein Türkis der Art, himmelblau,oval geschliffen, S Linien lang und 4V- breit, wurdefür 241 Franken verkauft, und einen hellblauen,mit grünlichem Glänze und oval geschliffen, 5'/,Linien lang und 5 breit, bezahlte man mit 500Franken, während für einen Türkis vom neuenStein, 4 Linien lang und 3'/- breit, 121 Frankengegeben wurden.
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