Buch 
Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
Entstehung
Seite
290
JPEG-Download
 

290

Der Türkis wird auch durch Kunst täuschendnachgemacht, indem man in eine mit Hirschhorn-geist (?) gemachte Kupferaufivsung calcinirtes Elfen-bein bringt, und es bei gelinder Wärme eine Wo-che lang stehen läßt. Dieser künstliche Türkis istweicher, als der ächte, und gibt, wenn man miteinem Federmesser an ihm schabt, Spähne, wäh-rend dieser feines, weißes Pulver abläßt. Auchlaßt der ächte bei Tag himmelblaue, und bei Nachtlichte, grüne Färbung wahrnehmen, wird von Säurennicht angegriffen, und ist ziemlich feuerbeständig.

I», Museum der kaiserlichen Akademie zu Mos-kau befindet sich ein Türkis von mehr als 3 ZollLänge und einem Zoll Breite.

Ein Juwelenhändler zu Moskau soll einen zweiZoll großen, herzförmig geschnittenen Türkis be-sessen haben, welcher ehedem dem Schach Nadirals Amulet diente, und mit goldener Schrift eine»Spruch des Koran trug, wofür er 5000 Rubelforderte.