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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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302
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wie Gummi und Pflanzenharz. Von letzterem un-terscheidet sich der Bernstein durch den Gehalt ei-ner ihm eigenthümlichen Säure, deßwegen Bern- ssteinsäure genannt, die in ihren Eigenschaften vonden Pflanzensäuren abweicht.

Der Bernstein kommt in rundlichen Massenund stumpfeckige» Stucken, in groben und größe-re» Körnern, zuweilen auch eingesprengt vor. Bruch:muschelig. Durchsichtig bis durchscheinend. Ein-sacke Strahlenbrechung. Stark- bis settglänzend.Honiggelb in's Rothe und Braune, gelblichweißin'S Strohgelbe. Manchmal wechseln dunkle undhelle Farben in Streifen ab.

Er ritzt den Gppsspath, wird aber durch Kalk-spath geritzt. Strichpulver geldlichweiß. Specifi-sches Gewicht 1 , 08 . Wird durch Reiben elek-trisch. Verbrennt vor dem Löthrohre mit gelblich-blaugrüner Flamme, unter Entwickelung von dich-ten, wohlriechenden Dämpfen, und mit Hinterlas-sung eines kohligen Rückstandes. In erhitztem Oelerweicht er sich bis zum Biegen, schmilzt nicht soleicht in der Hitze, wie ander« Harze, und wirdbei seinem Schmelzpunkte schon einigermaßen er-hitzt. Bestandtheile: Kohlen-, Sauer- und Wasser-stoff mit etwas Kalk-, Thon- und Kieselerde.