Buch 
Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
Seite
36
JPEG-Download
 

36 Verſuche

Eispunkte anzuſtellen hat; ſo wuͤrde es ebennicht gar unbequem geweſen ſeyn, wenn mandieſe Grade durch nedative Zahlen ausgedruckt,und ſie entweder unter O oder iccobo. geſetzethaͤtte.

§. 28. So zierlich aber dieſe Einrichtungeines Wetterglaſes, dem Nachſinnen immerſcheinen mag, ſo iſt es doch gewiß nicht ſo leicht,wie wir ſolches bereits(a) erinnert haben, inder Aursuͤbung diejenigen Eintheilungen genauzu beſtimmen, welche zu jeglichen Graden derAusdehnung gehoͤren. lerer dies, ſo wirdauch das Glas durch die hitze ſelbſt ausgedeh-net, und zwar um ſehr viel weniger, als dasQueckſilber, ſo, daß diejenige Ausdehnung, diewir bemerken, eigentlich nur der Ueberſchußzwiſchen der Ausdehnung des Queckſilbers unddes Glaſes iſt. Wenn nun noch hinzu kommt,daß mehrere Glaͤſer durch einen gegebenen Gradder Warme, auch auf eine verſchiedene Art ausgedehnet werden; ſo kann es ſcheinen, als obdas Queckſilber in der Roͤhre des newtonſchen,reaumuͤrſchen und deliſleſchen Wetterglaſes eineVeraͤnderung erlitte, ob dieſes gleich nicht iſt.Der Herr Boͤrhave verſichert uns(b), nach-dem der Herr Fahrerheit dieſe Beobachtungengemacht hat, daß verſchiedene Arten von Glaͤ—ſern auch auf eine verſchiedene Art von der Hitzeafficirt

( F. 12.(b) Chlm. I. p. 141.