mit den Wetterglaͤſern. 113
daſſelbe von dem Zeitpunkte an, da es. zu Eiſewird, immer einen ſtaͤrkern Grad der Kaͤlteannehmen kann: wie man ſolches aus vielenBetrachtungen ſchlieſſet. In der That aber iſtnicht zu leugnen, daß das Waſſer auch noch zuder Zeit, da es bereits gefrohren iſt, nichtsdeſto weniger noch einen ziemlichen Theil derWaͤrme bey ſich behalt, deren es immer nachund nach, ſo wie die Kaͤlte zunimt, beraubetwird, ſo lange, bis dieſe den Menſchen uner-traͤglich zu werden beginnet: wie man ſolchesin den mitternaͤchtigen Landern wahrnimt, woſich die Menſchen nicht anders, als durch ganzauſſerordentliche Huͤlfsmittel vor der Strengedes Winters bewahren koͤnnen. Ja es geſchie-het ſo gar oͤfters, daß die Luft um eben ſo vielkaͤlter iſt, als derjenige Grad, da das Waſſerzu frieren beginnet, als dieſer Grad kälter iſt,wie die Waͤrme in unſerm Sommer. Denndieſen Grad der Witterung ſetzt man auf den6aſten, und den Eispunkt auf den 3ꝛſten; manhat aber oͤfters die Kaͤlte ſo groß gehabt, daßdas Wetterglas auf o geſtanden hat, wo dieTheilung nehmlich den Anfang nimt, und wel-cher Grad durch die Kunſt, vermittelſt einerVermiſchung von Schnee und Salz erhaltenwird.
§. 7 Hieraus aber darf man eben nichtdie Folge ziehen, als ob dieſes die allergroͤſſeſteKalte ware, die man jemals in der Natur be-5 obach-