1. Kap.)
Fehden um Schleswig.
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die aber stets gütlich erledigt wurden. Ein Glück für die hansischenInteressen war die Unfähigkeit Erich's, des Nachfolgers der klugen Mar-garethe und daß nach ihrem Tode der Natioualhaß der nordischen Reicheaufs Neue entbrannte, überhaupt das Band der Union sich immermehrlöste. Der schwedische Freiheitssiun wollte das früher von eigenen Für-sten regierte Land nicht zur tributpflichtigen Provinz werden, lassen.Die Schweden empörten sich unter ihren Fürsten und Reichsverwesern.Die Herzoge von Schleswig suchten beständig Händel und Norwegenblieb unruhig. Alle diese unruhigen Elemente fanden heimliche und of-fene Unterstützung bei den Hansen, welche, unter dem Schein, gegen dieTvrannei der Unionskönige für die Freiheit der Nationen zu streben, dochnichts weiter wollten, als ihre Monopole stärken und erhalten.Den nächsten Anlaß bot Schleswig. Hier hatte Margaretha mit Glückden holsteinischen Grafen die Wage gehalten, aber nach ihrem 1412 er-folgten Tode war Erich VII. weniger glücklich. Zwar entschied sichKaiser Sigismund für ihn und anfänglich siegten seine Waffen;Hamburg nahm 1417 Partei für die Holsteiner; Lübeck, dessen von denBürgern vertriebener Rath mit Hilfe Erich's wieder eingesetzt war, schloßein Trntzbündniß Namens der wendischen Städte mit dem Könige>,1417). Holsteinische und Hamburger Kaper thaten dem KönigeSchaden, welcher dafür die deutsche Heringsfischcrei in Schonen be-drängte und die Holländer dort begünstigte. Die Hansen trieben ihnzurück und die Städte Hamburg, Lübeck, Wismar und Rostock verheertendie jütischen und dänischen Küsten und nahmen die in Schonen befind-lichen holländischen Schiffe, welche Erich gegen sie gebrauchen wollte.Aus den hansischen Tagfahrten zu Lübeck und Rostock 1422 ward denhansischen Kaufleuten bei Confiscations - und Lebensstrafe der Verkehrmit den Skandinaviern verboten und die übrigen Städte wurden zumBunde mit den obigen vier eingeladen. Doch vermittelte des Kaisers Ab-gesandter, der Herzog von Schlesien, 1423 den Frieden und eine Allianzzwischen Erich und den Städten. Die Fehde um Schleswig aber regte dieHansen aufs Neue auf, da sie Dänemark nicht zum unmittelbaren Nach-bar haben wollten. So kündigten Lübeck, Rostock, Wismar, Stralsundund Lüneburg, sich auf die holsteinische Seite schlagend, 1426 dem