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Der Krieg.
I?. Abschnitt.
Könige den Frieden und führten gemeinschaftlich mit Hamburg eineneunjährige Fehde gegen ihn. Diese wendischen Städte blieben alleinund wurden von den übrigen weder mit Geld noch mit Mannschaftunterstützt. Bremen, in inneren Unruhen befangen, schien mit dem Bundezerfallen; die niederländischen Städte suchten egoistisch für sich selbstGewinn zu ziehen und den Handel allein zu erwerben; die Livländerließen es bei Geldversprechungen; der Hochmeister des deutschen Ordenssuchte fruchtlos zu vermitteln und die Neutralen zu schützen; Grciss-walde, das sogar von der Hansa ausgeschlossen wurde und Auklamwollten nicht gegen einen Fürsten aus germanischem Blute kriegen.Einer Bitte an den Bund (1430) um Beistand erwiderte dieser mitHinweisung aus die Vermittlung des Kölner Erzbischofs. Doch dieTüchtigkeit der holsteinischen Grafen und die Jämmerlichkeit Erich's be-wahrten die Städte vor dem sonst unfehlbar gewesenen Unterliegen.Die zu spät unternommene Entsendung einer Flotte von 100 hansischenSchiffen wurde durch widrige Winde am Auslaufen behindert (1426);eine zweite mit zahlreichen Landungstruppen verheerte die dänischenKüsten; der Sturm auf Flensburg mislang durch die Trunkenheit derLeute des Nathherrn Klctze. Als im Juni 1427 die hansische Flottezur Verheerung der Küsten und zum Eouvoy von 30 Kauffahreru imSunde erschien, traf sie auf die dänisch-schwedische Flotte und wurde,wegen der Uneinigkeit zwischen Hamburgern und Lübeckern, total geschla-gen. Die 30 Kauffahrer aus der Nordsee wurden eine reiche Beuteder Dänen. Obschon durch Erich's geheime Machinationen Zwistigkeitenin den Städten ausbrachen, erschien doch 1428 unter Graf Gerhard'sFührung eine neue Flotte der Hansen, von 250Schiffen und an 13,000Mann vor Kopenhagen, allein sie konnten Stadt und Hasen nichts an-haben und begnügten sich mit der Verheerung der Küsten. Ein wis-marischer Freibeuter, Voet, plünderte und verbrannte Bergen zweimal; einRachczug der Dänen nach Stralsund wurde von den Einwohnern dieserStadt mit Hilfe der Lübecker blutig abgewiesen und die Wismarer kaper-ten die für Dänemark von Schweden kommende Kriegssteuer. Währenddieser Zeit suchten die Niederländer und Engländer in Norwegen undder Ostsee festen Fuß zu fassen; der städtische Handel lag darnieder; die