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Dänemark.
(4. Abschnitt.
und hielt ihre Schiffe an. Im Jahre 1600 fand die längst gewünschteKollation der Originale der Hanfischen Privilegien durch den königlichenBevollmächtigten statt; man vertilgte alle Erinnerung an die ehemaligeMacht der Städte in Dänemark, z. B. durch Entfernung der Wappenvon Lübeck, Rostock, Wismar und Stralsund aus den Fenstern undStühlen der Malmöer Kirche, sowie des Compagniewappens aus Nstadt,behandelte die hansischen Privilegien als bloße Gnadensache, ließ keinestädtische Behörde in Schonen mehr zu, und wollte nicht leiden, wenndie Hansen ehemalige Angehörige, die sich unter dänischen Schutz gege-ben, deshalb schalten; ja die Lübecker wurden geradezu ausgelacht unddie Schwesterstädte nahmen Alles in Bedenken. In dem durch HandelS-streitigkeiten veranlaßten kalmarischen Kriege (1611 — 13), weilSchweden durch Anlage von Gothenburg den Sundzoll umgehen, denDänen die Schifffahrt aus Livland und Kurland wehren wollte und dennorwegischen Handel besteuerte, mußten die Städte sich des Handelsmit Schweden enthalten und sich die Erhöhung des sundischen Lastzollcsgefallen lassen. Die Lübecker fügten sich der erster» Auflage nicht immer,weshalb Uhlefeld, der dänische Admiral, ihren Hafen blokirte und bei-nahe alle Schiffe verbrannt hätte, bis sie allem schwedischen Verkehraus ein Jahr entsagten. Daß sie sich an Kaiser Mathias wandten,brachte ihnen nur hochtrabende Redensarten ein. Nun schloß Lübeck dasschon erwähnte Bündniß mit den Generalstaaten, konnte diese aber nichtzum Kriegführen bringen und der dänische König bedrückte noch mehrdie Hansen in Norwegen, verdoppelte den Sundzoll und verpönte allenMischen Handel in seinenLanden (1615), was er indeß aufVerwendender Generalstaatcn 1620 wieder zurücknahm. Doch blieb er seinenGrundsätzen treu, erkannte den Bund als solchen nicht an, verlangteunbedingte Reciprocität, behandelte diehansischcnFreiheiten als Gnaden-sache, die mit Geschenken erkauft werden müßte, gab den Bremern, umdie Städte zu trennen, besondere Privilegien in Bergen, sandte Kriegs-schiffe in die Elbe, befestigte Glückstadt und verlangte neue Abgaben;die Städte verloren den Muth und beschlossen mit ihren Vorstellungen(1621) gelegenere Zeiten abzuwarten. Die 1622 übergebenen beidenSuppliken erhielten eine schnöde Antwort: der König verweigere jegliche