6. Kap.)
Spanien.
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landen angekauften Schiffe wurden von den Spaniern mit Arrest be-legt (1624); sie sollten Kautionen leisten für den Fach daß sie die spa-nischen Güter etwa in Feindes Land führen würden; ferner muthete manihnen zu, nach gewisser Taxe ihre Waaren zu verkaufen, wodurch manbeabsichtigte, den ganzen Handel spanischen Factoren in die Hände zuspielen. Dann sollten sie unerhörte Zölle und Kautionen dafür bestellen,daß sie ebensoviel wieder ausführen würden, als sie eingeführt hätten;ohne die Certificate spanischer, in den hansischen Häfen anzustellender,Commiffarien sollten ihre Schiffe überall nicht mehr geduldet werden(1628). Die von Spanien oft angetragene monopolistische Handels-compagnie zwischen den Hansen und des Königs getreuen Unterthanenunter kaiserlicher Hoheit wollten jene nicht; sie bestanden vielmehr dar-auf, daß ihnen nach der Zusage von 1607 eine neutrale Flagge ein-geräumt werde, wodurch ihr Gut selbst in feindlichen Schiffen privi-legirt würde und zwar ohne sich zu irgend welchen Gegenleistungen zuverpflichten. Das wollten natürlich die Spanier nicht und währenddes dreißigjährigen Krieges fehlte es an allen Nackirichten über den hansi-schen Handel nach jenen Ländern. Es verdient noch bemerkt zu werden,wie nahe es daran war, abseilen des Kaisers, im Beginn des dreißig-jährigen Krieges eine spanisch-hanseatische Marine, znr Beobachtungder nordischen Mächte in der Ostsee, aufzustellen; nach Besiegung desdänischen Königs sammelte Gras Roh zu Lübeck, Wallenstein in Wis-mar, Schiffe und Matrosen zu diesem Zweck, als die Landung GustavAdolfs der Sache eine ganz andere Wendung gab. Im westfälischenFrieden erwarben die Hanseaten die nominelle Bestätigung jener Frei-heiten von 1607 und in dem pyrcnäischcn Frieden alle die Freiheiten,welche die Spanier den Franzosen zubilligten; aber von einem hansischenInteresse konnte damals nicht mehr geredet werden, sondern nur vondem der drei Städte Hamburg, Lübeck und Bremen, denen sich bisweilennoch Danzig anschloß.
Mit Italien verkehrten die Hansen in dieser Periode durch dieStraße von Gibraltar, namentlich mit Genua, Toscana und Venedig,von denen letztere Stadt durch die 1608 aus Spanien heimkehrendeGesandtschaft besucht ward. Meistens ward Getreide nach dem Kirchen-