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Meteorologia philosophico-politica, das ist, Philosophische und politische Beschreib- und Erklärung der meteorischen oder in der obern Lufft erzeugten Dinge / in zwölf zerschiednen aus meteorologischen Fragen und politischen Schluss-Reden bestehenden, wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen sonderbahren Fleisses ehedem verfasst durch ehrw. P. Franciscum Reinzer, S.J.AA.LL. & phil. D. & Prof. ord. in Gymn. Lincensi &c.
Entstehung
Seite
230
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230 Philoſophiſche und Politiſche Beſchreibunggeſtellte Wachten; gab auch denen die ihn daruber befraget/ zur Antwort: Er thue dieſes dar

Lier. li. um/ damit die andere recht wohl und ohne Sorge der hal koͤnten. Epimenides ward beyen haben ſolle; hergegen hielten die JW

Volck ewachet/ auch i

ſumkeit iſt ein Leben: Daher

. dem Alterthum ausgeſpottet/ weil er 70. Jahr geſchlalian. dianer/ Zelten/ und Egyptier diejenige denen Goͤttern gleich/ welche fuͤr ihrmit gutem Rath geholfen haben. Und in Wahrheit/ die Wach

lin. in C. Plinius Secundus wohl geſagt: Leben ſeye ſoviel/ als wuͤrcken oder ohnmuͤſſig ſeyn.

fralu dd demnach den Schlaff liebet/ der hoͤret auf zu leben; dann er hoͤret auffohnmiſe zu ſeyn. CiVeſpaſ. iſt ein wachender Drach geweſen/ der die guͤldene wh bewahrt hat. Wo muntere Nathge-Aaurii. ber ſich finden/ die gern wachen; da hat man guldne Zeiten zu hoffen. Deßwegen erfordert

5. rat, Kayſer Mauritius an ſeinem General: daß er maſſig leben/ und zu Nacht Kriegs⸗Rath haltenſolle; dann bey Nacht ſeye aum gewiſſeſten einen Schluß zu faſſen; weilen alsdann das Wengvon den aͤuſſerlichen Verunruhigungen ſich befreyet ſehe. Des Tarquinii That iſt nachdenc

lich: dann als ſein Sohn dextus Iarquinius einen Botten zu ihme geſandt/ und ſich erkunde. gen wollen; wie er es anzugreiffen haͤtte/ damit die Gabier im Gehorſam konten erhalten werdenLi. I. I. hat der Vatter/ ohne ein Wort zu reden/ ſehr viel geantwortet.Der Koͤnig/(meldet der Ge

Dec. 1. ſchicht⸗ Schreiber /) gieng gleichſam in Gedancken nach ſeinem am Pallaſt liegenden Garten

wohin ihm auch der Bott nachfolgt: oha ſpatzierte er hin und wieder/ ſchwiege immerdarv ſtill/ und ſchlug nur mit dem Stab den Magſaamen⸗Blumen die Koͤpffe ab. Der Magſaa-men machet ſchlaffen: es ſeynd aber die keine tuͤchtige Werck⸗Zeuge zur Regierung eines Staatz/

Lugſuus l. die vom Schlaff ſchwere Koͤpffe haben.» Wer ſich nicht ſcheuet zu wachen/ und in denen4e r uo. ſchwereſten Sorgen auszuharren; der ist billich bey denen Schaafen fuͤr einen Hirten; bey

y denen Menſchen aber fuͤr einen Koͤnig zu halten.

Non ſolem exſpectat.

Erwartet nichtDer Sonnen⸗Liecht.

*Mans placuit Maunam: lolis fugit iſta calorem;Phœbeos radios non tolerare poteſt.Auroram Conſo non aſperneris amicam;Matutam vigilem ſeria quæd volunt.

Das Manna faͤllet nur bey fruhen Tages⸗Zeiten/

Wann ihm die Morgen⸗Roͤth' noch friſche Kuͤhlung reicht:Da muß zur Sammlung man ſich ohn Verzug bereiten/

Weil ſonſt daſſelbige den Sonnen⸗Strahlen weicht.Haſtu was wichtigs vor; laß Schlaff und Ruhe ſchwinden:Dann in der früh kan man den beſten Rath erfinden.

ub.