l i r Merkwürdige Gemälde.
sehen bekam, sich soll erboten haben, für dasselbe,wenn man es ihm ablassen wollte, ein Geländervon Silber um den Altar machen zu lassen; mankonnte sich aber, zumal da d ie Herrschaft nicht zu-gegen war, in keinen Handel mit ihm einlassen;doch erkannte man daraus, daß dieses Gemäldemehr auf sich habe, als man gedacht, ob es gleichauf die Besitzer und alle andre Leute von Gefühlin der Gegend allemal einen starken Eindruckgemacht hatte.
Als ich vieles Gemälde zum ersten Male sahe,erkl'rre ich mich so gleich, es müsse von einemder besten Meister aus der storentinischen Schuleseyn, und die beyden Flügel hatten insonderheitoffenbar das Gepräge der Manier des Andreadel Sarro, daß ich sie keinem andern zuzuschrei-ben wußte. Nur war ich in Ansehung des mitt-lern Gemäldes zweifelhaft; es schien mir nochetwas älter zu seyn, und bey demselben fiel mireher L. da Vinci ein; der dicke Staub, der alledrey, aber nicht in gleichem Maaße, bedeckte, unddie .olgen des obgedachken Schiffbruches hinder-ten mich auch zum Theil ein ganz richtiges Urtheilzu fällen. Künstler von Profession aber, welchenachmals die Malercy in Ansehung des Pinsel- >striches, der Farben, der Leinwand und alles !übrigen prüfcten, versicherten, daß alle drey Ge- 'mälde von dem nämlichen Meister herrührenmüßten; auch gaben die mehresten, sowohl berli-
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